Zwei Tage faulenzen

Zwei Tage auf der gemütlichen alten MS Lofoton. Wobei – die MS Lofoten ist nur zwei Jahre älter als ich! Also noch mal: Zwei Tage auf der vitalen jungen MS Lofoten.

MS Lofoten (und die Nordnorge)

Das Postschiff der Hurtigruten bleibt immer in Sichtweite der Küste und legt alle paar Stunden in einem anderen Hafen an. Manchmal nur 30 Minuten, manchmal 120 Minuten. Je nachdem ob es etwas zu sehen gibt oder nicht. Ich muss gestehen, ich habe bei allen Landgängen gestreikt und bin an Bord geblieben. Stattdessen bin ich in einem der Salon gesessen und habe mein Tagebuch zum Ladakh-Urlaub fertig geschrieben und die Fotos für die Homepage ausgewählt.

Unsere Kabine war an Backbord, nahe dem Heck auf dem B-Deck. Das heisst, die Maschine war ziemlich gut zu hören, manchmal hatte ich den Eindruck, das Klappern jeden einzelnen Ventilstössels zu hören. Trotzdem haben wir erstaunlich gut geschlafen.

Ja, wir kamen tatsächlich zum Schlafen, denn das Wetter spielte nicht mit und bei bewölktem Himmel muss man nicht nach Polarlichtern Ausschau halten.

Bei 66° und ein paar Minuten querten wir den Polarkreis südwärts. Zur Feier wurden alle Freiwilligen mit einem Löffel Lebertran getauft. Den Löffel durfte man behalten. Was tue ich nicht alles für einen Löffel, der Hurtigruten angeschrieben ist! Ach ja, ich hätte ihn auch ganz einfach im Souvenirshop an Bord kaufen können…

Als wir die Insel Torget mit dem Berg Torghatten passierten, fuhr unser Kapitän eine kleine Kurve, damit wir das 35 Meter hohe und 160 Meter lange Loch durch den Berg auch richtig sehen konnten.

Um 6.30 Uhr heute morgen legten wir in unserem Zielhafen, in Trondheim an. Zum Glück wurden wir nicht gleich über Bord geworfen, sondern durften noch in aller Ruhe frühstücken. Der Aufenthalt der Hurtigruten-Schiffe ist hier etwas länger und so legte die MS Lofoten erst um 10.30 Uhr ohne uns ab.

Nachdem wir unser Gepäck im Hotelzimmer deponiert hatten, besuchten wir das Industriekunstmuseum, mit seiner Ausstellung zu Möbeln, Geschirr und Textilien. Interessant, aber für den Augenblick hatte ich genug von Wandteppichen.

Eine Ruhepause im Hotel nutzte ich, um mein Ladakh-Tagebuch und die dazugehörigen Bilder online zu stellen. Danach machten wir noch einen kleinen Rundgang durch die Altstadt. Abgeschlossen wurde unser Rundgang mit dem Besuch eines Lokals zum Zwecke des Bauch vollschlagens.

 

 

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