Rückkehr nach Oslo

Zwei Eisenten

Eisenten

Das letzte Frühstück in Longyearbyen. Danach hiess es Koffer packen und zum Flugplatz fahren. Üblicherweise soll man zwei Stunden vor dem Abflug am Flugplatz sein. Aber jeder auf Svalbard meinte, eine Stunde würde reichen, dies sei ein kleiner, überschaubarer Flugplatz. Nun, wir hielten uns an die üblichen zwei Stunden. Rasch konnten wir unser Gepäck einchecken. Mit unserem Handgepäck marschierten wir nochmals aus dem Flughafengebäude, überquerten den Parkplatz und standen über am Hang zum Campingplatz. Einen Moment genossen wir den Blick über den Platz auf das Meer, dann marschierten wir hinunter und über den Campingplatz, um ein letztes Mal Nonnengänse, Skuas und Seeschwalben von Nah zuzusehen. Auf Svalbard sollte man immer auf eine Überraschung gefasst sein. Tatsächlich döste auf dem Wasser der Lagune ein Pärchen Eisenten. Zum Glück steckte meine lange Linse im Handgepäck!

Flugplatz-Durchsagen!

Als wir in die Abfertigungshalle des Flugplatzes zurückkamen staunten wir nicht schlecht. Die Halle war gestossen voll. Hier waren froh, hatten wir unser Gepäck rechtzeitig aufgegeben und nicht darauf gehört, dass eine Stunde reichen würde. Relativ schnell kamen wir durch die Sicherheitskontrolle, dann warteten wir auf unseren Flug. Mit der Ermahnung, rasch zum Flugzeug zu gehen und nicht auf dem Flugfeld stehen zu bleiben um Fotos zu machen, wurde unser Flug aufgerufen. Wir waren an Bord und die Abflugzeit war bereits verstrichen, als unser Pilot erklärte, dass einige Leute immer noch in der Kontrolle steckten und er gerne alle Passagiere heute nach Oslo bringen möchte.

Wieder  in Oslo

Die Zeit, die reichte, um vom Flugplatz in Longyearbyen zum Meer und zurück marschierten, reichte auf dem Osloer Flugplatz gerade mal um vom Flugzeug zur Passkontrolle zu marschieren. Aber irgendwann erreichten wir unser Flugplatzhotel. Da erst etwa 17 Uhr war, blieben wir nicht im Hotel, sondern fuhren nochmals nach Oslo. Jetzt war es nicht mehr dreissig Grad wie zu Beginn meiner Reise, sondern nur noch um 20 Grad und es blies ein kräftiger Wind. Trotzdem assen viele Leute draussen. So auch wir, beim Italiener am Dom.

Nach dem Essen machten wir noch einen kleinen Rundgang zum Hafen und zur Festung Akershus. Dort fand gerade ein Public Viewing statt, die Fussball WM hatte begonnen. Die Aktualität hatte uns wieder.

Eine kleine Bemerkung ausserhalb des Kontextes möchte ich hier anbringen: Nachdem ich die letzten Tage wieder oft englisch gesprochen hatte (oder das, was ich für Englisch halte), fiel mir wieder die Bedeutung von „Public Viewing“ ein. Im Deutschen wird damit die Übertragung einer Veranstaltung (Meistens Fussball) auf einen öffentlichen Platz bezeichnet („Rudelgucken“), aber die ursprüngliche Bedeutung im Englischen ist eigentlich „Leichenschau“. ;-)))

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